Freitag, 12. Februar 2021

Rezension: Auf ins Beet

 

Gastbeitrag 

 


Infos 

Titel: Auf ins Beet
Verlag: DK
Seitenzahl: 128 Seiten
Preis: 16,95€
Hier gelangt ihr zum Buch: zum Buch/Verlag
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Natur spielerisch entdecken: Wo geht das besser als im eigenen Garten? Dieses Kinderbuch lockt Kinder ab 6 Jahren mit 30 vielfältigen Projekten vor die Haustür. Also Gummistiefel an und auf geht’s! Denn hier lernen kleine Gärtner*innen z.B., wie sie selbst Gemüse und Obst pflanzen, aus einem Blumentopf einen Krötenunterschlupf bauen, Pflanzen in Eierschalen ziehen oder nachhaltige Selbstversorgertöpfe aus Plastikflaschen herstellen. So schärfen die kleinen Ackerheld*innen ihr Bewusstsein für die Tier- und Pflanzenwelt.

 

 

→ Gesas Meinung:

 

Kinder lernen durch Vorbilder. Und so lernen meine Kinder viel über Garten, Pflanzen und alles, was dazugehört. Immer wieder freue ich mich aber auch, wenn ich kindgerechte, schöne Bücher zu dem Thema finde. Denn – wie gesagt, Kinder lernen durch Vorbilder – meine Kinder lieben es, in Büchern zu schmökern 😊 

Im DK Verlag erschienen ist jetzt das Buch „Auf ins Beet! 30 wilde Gartenideen für Radieschenräuber und Bienenretter“. Das Buch erklärt erst einige Grundlagen, bevor es dann um den Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern im Kapitel „Bio-Garten“ geht. Daran schließt sich ein Kapitel „Naturgarten“ an, bevor das Buch mit dem Kapitel „Recyclinggarten“ endet.

Das Buch ist bunt und kindgerecht gestaltet. Bilder wechseln sich mit (lustigen) Zeichnungen ab. Auf den Bildern sind Kinder im Garten abgebildet und durch die bunten Farben fesselt das Buch die Aufmerksamkeit von (meinen) Kindern. Zu Beginn wird anschaulich erklärt, wie Pflanzen wachsen und was Pflanzen zum Wachsen brauchen. 

Im Kapitel „Bio-Garten“ sammeln sich Anleitungen zum Anbau von Kräutern, Möhren, Kartoffeln, Kohlrabi, Bohnen und viele andere. Die Bilder machen gerade Kindern Lust aufs Gärtnern. Leckere Radieschen, rote Paprika und ein großer Kürbis locken auch die größten Frischluftmuffel meiner Erfahrung nach in den Garten. 

Hier hätte ich mir aber zum einen Hinweise auf besonders rasch wachsende Gemüsesorten gewünscht, denn die Fähigkeit von Kindern, sich bis zur Erntereife von Lauch oder Mails zu gedulden ist – je nach Alter - ja nur begrenzt. Außerdem reicht mir der generelle Hinweis zu Beginn des Buchs, den Zeitpunkt für Aussaat und Ernte auf dem Samentütchen abzulesen, nicht aus. Eine grobe Orientierung hätte ich mir auch bei jeder einzelnen Gemüseart gewünscht. Denn Gartenneulinge undgerade Kinder kommen ja auch mitten im Sommer auf die Idee, Paprika auszusäen. Das diese Pflanzen bis zum Winter keine reifen Früchte mehr ausbilden können, gehört meiner Meinung nach nicht zur Allgemeinbildung und kann für viele Kinder schnell die Lust am Gärtnern zerstören. 

Das Kapitel zum Naturgarten beinhaltet Ideen wie das Pflanzen einer Naturhecke, das Aussäen von Sonnenblumen, die Anlage eines Teichs und das Gestalten einer Krötenherberge. Schön finde ich die Anleitungen zum Bau eines Insektenhotels oder von Marienkäfernestern. Die Übersichten mit den besten Pflanzen für Schmetterlinge, Bienen, den Teich und den Naturgarten allgemein finde ich sehr schön. 

Das Abschlusskapitel zum Recyclinggarten ist mein Liebling in diesem Buch. Die Ausführungen zum Kompost sind für Kinder gut nachzuvollziehen und bilden wertvolles Grundlagenwissen. Die Anleitungen für Mini-Gewächshäuser aus leeren Gläsern, dem Vogelbad mit Dusche und die Selbstversorger-Töpfe aus leeren Plastikflaschen sind witzig und leicht nachzumachen. Und auch die Idee, Mini-Sukkulenten in Korken zu pflanzen und mit Magneten am Kühlschrank zu befestigen, findeich großartig! 

FunFact: Das Bild zu dem aus einem Tetrapack gebastelten Futterspender wird auch im Buch „So locke ich Vögel in meinen Garten“ von Dan Rouse aus dem gleichen Verlag verwendet. 

Ich bin ja leider immer ein bissen pingelig, deswegen wäre mir in diesem Buch der ein oder andere zusätzliche Hinweis oder eine zusätzliche Information sehr recht gewesen. Bei den Recycling-Töpfen wird zum Beispiel geraten, Seiten aus einem alten Comic zu verwenden. Hilfreich wäre es gewesen, darauf hinzuweisen, dass es sich um unbeschichtetes Papier handeln sollte. Beim Anbau der Bohnen hätte ich mir einen Hinweis gewünscht, dass die Bohnen von den Kindern keinesfalls roh verzehrt werden dürfen. 

 


Das Buch ist für die Kinder schön anzuschauen und liefert viele Ideen zum Nachmachen. Für die tatsächliche (und erfolgreiche!) Umsetzung empfehle ich aber zumindest den Eltern bzw. Betreuungspersonen, weitere Bücher hinzuzuziehen. Dafür ist mir der Inhalt in diesem Buch etwas zudürftig. Da es sich aber ja an Kinder richtet, die in aller Regel nicht allein gärtnern, ziehe ich dafür nur einen Stern ab.

                                               ★★★★☆ 

4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des
Rezensionsexemplares! 




 
 

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