Sonntag, 1. August 2021

Rezension: Belial - Götterkrieg


  

Infos 

Titel: Belial - Götterkrieg
Autorin: Julia Dippel
Genre: Fantasy
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Seitenzahl: 384 Seiten
Preis: 16,00€ (Hardcover)
Hier gelangt ihr zum Buch: zum Buch







Reihe
1. Izara - Das ewige Feuer
2. Izara - Stille Wasser
3. Izara - Verbrannte Erde
4. Izara - Verbrannte Erde
5. Belial - Götterkrieg
6. Belial - Seelenfrieden (Sommer 2022)

 


Die junge Tempeldienerin Cassia weiß genau, wer hinter dem Tod ihrer Freundinnen steckt, aber der skrupellose Dämon Ianus wird in ganz Rom als Gott verehrt und scheint unantastbar. Als dem Mädchen, das immun gegenüber dämonischen Kräften ist, eines Tages in Aussicht gestellt wird, Ianus zu Fall zu bringen, willigt sie ohne zu zögern ein, sich als Sklavin in dessen Palast einschleusen zu lassen. Doch dort bringt ein unerwarteter Gast ihre Pläne durcheinander: Belial, seines Zeichens angehender Teufel und Ianus‘ Erzrivale. Cassias ohnehin riskante Mission droht an seinem unwiderstehlichen Lächeln zu scheitern und wird noch aussichtsloser, als sie plötzlich in einen dämonischen Wettstreit zwischen Bel und Ianus gerät – einem Wettstreit um ihre Seele.

 


Nachdem mich die Izara-Reihe begeistern konnte, war schnell klar, dass ich auch das Spinn-Off um Bel lesen muss. Schließlich war Bel schon in der Hauptreihe einer meiner Lieblingscharaktere!

Das Buch wird abwechselnd aus Cassias und Bels Perspektive erzählt (am Kapitelanfang gibt es Münzen mit ihren Köpfen und Namen, die super schön gemacht sind!), sodass Bel nicht der einzige Protagonist bleibt. Cassia lernen wir direkt im ersten Kapitel und mitten in der Handlung kennen. Ihre Freundin Daphne ist gestorben und jedem ist klar, wer dafür verantwortlich ist. Nur will und kann niemand außer Cassia etwas degegen tun, denn sie kann nicht manipuliert werden. Da bekommt sie plötzlich ein Angebot von einem uns sehr bekannten Dämon und stimmt aufgrund ihres Gerechtigkeitssinnes zu.

Cassia ist genau wie Ari sarkastisch, mutig und nicht unterzukriegen. Im Gegensatz zu ihr weiß sie aber von vorneherein über die Primus Bescheid und lebt bei einer Hexe, die sich ihre Immunität zunutze macht. Zuerst musste ich mich an ein paar Infos über die Primus erinnern, die für Bel und Cassia selbstverständlich waren, aber nach ein paar Kapiteln hatte ich das Meiste wieder im Kopf. Man sollte also im besten Fall alle vier Izara Bände gelesen haben, bevor man mit Bels Geschichte beginnt.
Obwohl ich Cassias Charakter sehr mochte, brauchte ich auch hier ein paar Kapitel aus ihrer Sicht, um sie verstehen zu lernen. Da wir direkt in die Handlung geworfen werden und erst nach und nach mehr Infos über sie bekommen, war ich zuerst etwas aufgeschmissen, aber auch das legte sich, sobald ich genügend Infos zusammen hatte. 

Da wir Bel schon kennen, konnte ich mich sofort in ihn hineinversetzen. Er ist wie gewohnt witizg, arrogant und um keine Provokation verlegen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass Bel nicht nur innerhalb dieses Buches, sondern auch im Vergleich zur Izara-Reihe eine Entwicklung durchmacht - bzw. in den Jahrhunderten zwischen Spinn-Off und Hauptreihe durchmachen wird. 
Die Beziehung zwischen ihm und Cassia lässt seine weiche Seite hervortreten, auch wenn die beiden es sich alles andere als leicht machen. Sie haben nur fünf Tage zusammen, aber die Anziehung ist vom ersten Augenblick da. Cassia hat allerdings ihre Zweifel, denn sie hasst die Dämonen und lässt ihre Vorbehalte nicht einfach fallen, bloß weil Bel ihr schöne Augen macht.
Diese langsame Entwicklung, in der Cassia sich öffnet, gefiel mir nicht nur wegen den verbalen Wortkämpfen zischen den beiden so gut, sondern auch, weil sie realistisch gemacht ist. Selbst ganz am Schluss vertraut sie in erster Linie auf sich selbst, obwohl sie auch Bel vertraut. Ihre Beziehung hat sich verändert, aber die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende.

Und hier kommen wir auf das Ende zu sprechen. Ich liebe es!
Durch die Geschehnisse in den Izara-Bänden wissen wir eigentlich schon wie dieser erste Teil endet, aber mir hat das überhaupt nichts ausgemacht. Im Gegenteil - ich mag es, wenn das Ende zum Teil bekannt ist und ich mich fragen kann, wie es dazu kommen konnte.
Allerdings würde ich jetzt am liebsten sofort weiterlesen, denn ich freue mich schon seeeehr, wenn wir in die Zeit zurückkehren, in der wir Ari und co. wiedertreffen. 
Ein paar alten Bekannten begegnen wir schon im alten Rom. Lucian, Thanatos sogar direkt am Anfang, später u.a. noch Elias und Lexian und die schreckliche Mirabelle. Lucian ist in Bels Augen hier noch ein Jüngling und seine Gedanken über ihn haben mich schmunzeln lassen.



Ein toller erster Band des Spinn-Offs! Ich habe mich sehr auf Bel gefreut und auch Cassia konnte mich von sich überzeugen, nachdem ich erst in die Story hineingefunden hatte. Sie ist genauso mutig und provokant wie Bel, was die Beziehung zwischen ihnen sehr unterhaltsam macht. 
Als Izara-Leser kennen wir den Cliffhanger diesmal schon, aber er ist dennoch toll gemacht und verliert nichts an seiner Wirkung! Ich brauche ganz dringend Band 2!


★★★★★
5 von 5 Sternen 



Vielen Dank an den Planet! Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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